„Frei leben! Die Frauen der Boheme“ – Ein literarischer Abend
Moderation: Julia Korbig
Lesung und Kommentar: Laura Mokrohs und Sylvia Schütz
Für ein freies Leben als Künstlerinnen und Schriftstellerinnen riskieren junge Frauen um 1900 viel. Das Aufbegehren gegen gesellschaftliche Schranken und bürgerliche Moral zeigt sich in ihren Lebensentwürfen und Texten, dazu gehören aber auch existenzielle Sorgen. Freiere Formen des Zusammenlebens, Selbstbestimmung über den eigenen Körper und über ihre Sexualität sind ebenso zentrale Themen wie Unabhängigkeit, „freie Mutterschaft“ und Prostitution. Zu diesen Frauen gehören: Franziska zu Reventlow, Margarete Beutler und Emmy Hennings. Als Künstlerinnen fordern sie öffentliche Aufmerksamkeit ein und prägen die Subkultur der Boheme zwischen München, Berlin und Zürich. Laura Mokrohs und Sylvia Schütz stellen die drei Künstlerinnen in einer kommentierten Lesung ihrer Erzählungen, Gedichte, Essays und Briefe vor.
Laura Mokrohs ist Literaturwissenschaftlerin und promovierte über das Verhältnis von Schreiben und Politik in der Münchner Boheme. Sie arbeitet als freie Ausstellungskuratorin und seit 2024 als Sammlungsleiterin im Valentin-Karlstadt-Musäum München.
Sylvia Schütz ist Literaturwissenschaftlerin und arbeitet seit 2001 in der Monacensia, dem literarischen Gedächtnis der Stadt München. Zu ihren Schwerpunkten zählt die Kulturvermittlung, seit 2019 die Kuratierung und Konzeption von Ausstellungen.